Wie geht es weiter?

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Leider hatte ich keine Zeit diesen Blog aktiver zu halten, aber die alles beherrschende Frage ist natürlich: wie geht es weiter? Das Ministerium in Wiesbaden hatte sich den Rechtsbruch recht einfach vorgestellt und gehofft, dass sie die Unternehmen nicht wehren werden, aber dann erstritt sich Betvictor das Recht ebenfalls zu einem der Gespräche eingeladen zu werden. Das Gericht wurde dabei SEHR deutlich in der Begründung, dass praktisch keine Transparenz im gesamten Verfahren vorhanden sein und man sehr genau überlegen muss aus welchem Grund ein Unternehmen in Schleswig Holstein eine Lizenz erhalten würde, aber im Rest des Staates nicht.

Unrealistischer Staat

Die Lösung, die dem Staat nun vorschwebt ist genauso unrealistisch und wird uns sicherlich einen Graumarkt bis mindestens 2014 (und ich vermute Sommer und nicht Frühjahr) bescheren. Die erste Reaktion war doch die 20 Lizenzen zu verteilen, aber weiterhin darauf zu pochen zuerst die 14 bzw. 15 Lizenzen rauszugeben an die bereits interviewten Unternehmen. Damit soll natürlich die Lobbyarbeit einiger Unternehmen betoniert werden oder welche anderen Gründe soll ein gänzlich Sportwetten unerfahrenes Unternehmen wie die Casinos Austria haben eine Lizenz zu erhalten während etablierte internationale Anbieter nicht eingeladen wurden?

Der Reflex der Behörden und Politiker ist es solche Behauptungen als abstrus hinzustellen, gewürzt mit einer Prise des „ins Lächerliche ziehen“, aber schaut man sich die Realität an, dann wird deutlich, dass „freche“ Unternehmen wie bwin und mybet abgestraft werden sollten, denn sie haben sich öffentlich extrem aggressiv gegenüber dem Monopol verhalten, während Tipico, bet365 und einige andere ihre Chance erhalten sollen. Dann kommt noch die dritte Gruppe, die das Betreibt, was man in einigen Staaten bereits als Bestechung ansieht, während wir in Deutschland es als Lobbyarbeit schönreden. Gute Beispiele sind natürlich Admiralbet, Cashpoint, Tipp3 und Casinos Austria. Die Unternehmen im Hintergrund wie Novomatic oder Gauselmann sind bekannt für riesige Parteispenden und andere Gefälligkeiten oder wie Novomatic für noch extreme Dinge. Tipp3 ist ein für den Kunden miserabler Anbieter (schlechtes Angebot, schlechte Quoten), der aber Oddset-nah ist, da es sich hierbei um den ehemaligen Monopolisten aus Österreich handelt.

Und nun?

Die Realität sieht am Ende so aus, dass schon einige TV-Sender und Zeitungen einfach alle Werbung zulassen, die von in SH lizensierten Firmen kommen und rechtlich scheint dies ein etwas länger anhaltender Zustand zu sein. Ein gutes Beispiel ist die 888 Gruppe, die mit ihrem „88€ ohne Einzahlung“-Angebot sehr aggressiv wirbt, aber es kommen auch immer mehr rechtliche Tricks ins Spiel wie Seiten, die nur mit Spielgeld zu spielen sind wie MrGreen.de, wobei auf .com natürlich das Echtgeld wartet. Damit sind wir erneut auf den Spuren des alten grauen Marktes und damit weiter weg von einem seriösen regulierten Markt.

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