Bwin lizensiert sein Belgien Angebot

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Bwin bringt uns dieser Tage zum Schmunzeln oder vielleicht ist es nicht einmal bwin, sondern viel mehr die belgische Regierung. Diese verhafteten den bwin CEO Norber Teufelberger als er sich in Belgien aufhielt bzw. er wurde zu einem Verhör mitgenommen. Der Grund war recht eindeutig, da bwin in Belgien Wetten und Casinospiele anbot ohne über eine belgische Lizenz zu verfügen. Nun überrascht das Unternehmen heute mit einem Deal mit Partouche, der es ihm ermöglichen wird, ein lizensiertes Onlineangebot in Belgien zu haben. Ein Schelm, der dabei einen Zusammenhang sieht.

Belgiens Regelung

Belgien hat Glücksspiellizenzen, aber die sie haben eine etwas unterschiedliche Regelung verglichen mit anderen Staaten. In Belgien darf es nur ein Onlineangebot geben, wenn der Anbieter das gleiche Angebot auch offline hat. Hat man beispielsweise wie Ladbrokes eine Wettbüro-Lizenz in Belgien (diese hat Ladbrokes sogar seit den 60ern bzw. 70ern), dann darf man Sportwetten im Internet anbieten, aber es bleibt weiterhin untersagt Casinospiele anzubieten falls man keine offline Casinolizenz besitzt.

Belgien versucht mit Hilfe von Blacklists diese Regelung durchzusetzen, so dass Domains über die Provider gesperrt werden und nicht mehr erreichbar sind. Bwin umging die Sperre bislang mit einer neuen Domain www2.bwin.com und bot dennoch alle Spiele an.

Bwin.Party Deal

Hat bwin also eine offline Lizenz bekommen? Natürlich nicht, da das Unternehmen schon in Spanien Probleme hat im offline Bereich ein gutes Angebot aufzusetzen. Sie gehen mit der Methode vor, mit der viele in Belgien arbeiten: sie besorgen sich einen offline-Partner. In diesem Fall sind es die Belcasinos, die zur Partouche Gruppe gehören und in Belgien komplett lizensiert sind. Die Belgische Glücksspiel Kommission hat bereits angekündigt bwin von der Blacklist zu nehmen.

Der Deal im Hintergrund?

Natürlich gibt es keine Beweise, aber wer viel beruflich mit Belgien zu tun hatte, wird die Erfahrung gemacht haben, dass die Behörden dort gerne tricksen und das Verhör des bwin CEOs scheint hier ein weiterer Trick zu sein, der sogar geklappt hat. Für Teufelberger dürfte der Del auch ok sein, das Belgien sein einiger Zeit nicht mehr Umsätze sondern die Gewinne besteuert und zwar auf einem erträglichen Level.